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Der erste Bewohner

Tierquartierpatenschaft 2017 - Der erste Bewohner

Seit Mittwoch Abend, am 15. März, gibt es den ersten Bewohner unserer Tierquartiere. Das Ganze passierte nicht ganz freiwillig, von seiner Seite aus. Jedoch war das Schicksal auf seiner Seite und er konnte so überglücklich sein, einen solchen guten Ersatz gefunden zu haben.

Der erste Bewohner ist in den Fledermauskasten eingezogen, welcher Dank Eva Gärtner erst vor kurzem in einem unserer Apfelbäume aufgehängt werden konnte. Nach einer Bildbeurteilung des Expertern Ralf Sauerbrei handelt es sich wohl um eine männliche Mückenfledermaus.  "Die Mückenfledermaus ist nicht so häufig wie die Zwergfledermaus, jedoch auch eine relativ häufige Art. Bewohnt im Sommer jedoch keine Gebäude sondern lebt im Wald und jagt gerne in feuchten Wäldern oder ähnlichen Lebensräumen mit Gehölzen." Ob sie daher länger da bleiben wird, ist nicht ganz klar.

Doch warum ist diese Fledermaus nun der erste Bewohner geworden. Nun, wie gesagt das Schicksal hat dazu geführt. Und das kam so: 

Im Herbst hat sich die Fledermaus, wohl zusammen mit einer weiteren, in einem sehr kleinen Zwischenraum einer Wanderwegtafel des Naturpark Hessischer Spessart, am Parkplatz Müsbrücke zwischen Jossa und Marjoß, ein Winterquartier gesucht. Es ist wohl nicht falsch, wenn man hier betont, dass ein solcher Platz wohl recht ungeeignet dafür ist. Immerhin hat es die andere Fledermaus auch nicht überlebt, und wurde halb skelettiert gefunden. 

Unsere Fledermaus kam zum Vorschein als die besagte Wanderwegtafel demontiert wurde. Aus ihrem Winterschlaf gerissen, machte sie sich durch Laute bemerkbar. Zunächst hatte Marcus angenommen, dass sie so gequetscht wurde, dass sie nicht mehr lebt. Was sich zum Glück schnell als falsch herausstellte. Die Fledermaus wurde behutsam zwischen zwei Handschuhen in einem Eimer mitgenommen. Zusammen mit Barbara Fiselius vom Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e.V. wurde dann Rat über das weitere Vorgehen eingeholt und entschieden, dass, da keine äußeren Verletzungen zu erkennen sind, die Fledermaus in unserem Kasten Zuflucht und Erhohlung finden sollte. Ein besonderes Problem ist zudem, dass der Winterschlaf eigentlich noch etwas andauern müsste. Noch ist es zu kalt und es gibt zu wenig Insekten als Nahrung. 

Beim Einsetzen, wobei Marcus von Christian Zurwesten untestützt wurde, war die Fledermaus dann recht lebendig und vergroch sich schnell in einer dunklen Ecke. Dies zeigt zwar, dass ihr Winterschlaf gestört wurde, jedoch wohl keine größeren Verletzungen vorhanden sind. Wir alle hoffen nun, dass die Fledermaus sich von dem großen Schrecken erholen wird!

Dieses Ereigniss war mit Sicherheit außergewöhnlich, und keiner von uns hätte gedacht, dass wir so zu unserem ersten Bewohner der Tierquartiere kommen. Allerdings sind wir megafroh, -stolz und dankbar, dass wir die Tierquartieraktion dieses Jahr endlich umgesetzt und eine so tolle Unterstützung bekommen haben. Denn ohne dies alles, wer weiß wie die Geschichte um die kleine Fledermaus wohl verlaufen wäre. 

DANKE nochmal an alle Unterstützer!!!

Tierquartierpatenschaft 2017 - Erster Bewohner
Tierquartierpatenschaft 2017 - Erster Bewohner
Tierquartierpatenschaft 2017 - Erster Bewohner
Tierquartierpatenschaft 2017 - Erster Bewohner
Tierquartierpatenschaft 2017 - Erster Bewohner
Tierquartierpatenschaft 2017 - Erster Bewohner
Tierquartierpatenschaft 2017 - Erster Bewohner
 Tierquartierpatenschaft 2017 - Erster Bewohner
Tierquartierpatenschaft 2017 - Erster Bewohner
In dem Bild links kann man ganz schwer einen dunklen Körper erkennen. Dies ist die Fledermaus nachdem sie sich in dem Kasten verkrochen hat. Besser war dies in der Situation nicht zu fotografieren.

In zwei bis drei Wochen wollen wir nachschauen, ob die Fledermaus noch im Kasten ist und ob sie lebt.

Dies wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir diese Aktion durchgeführt haben. Wer sich also in Zukunft am Schutz und Förderung der Natur und der Kulturlandschaft beteiligen möchte, darf sich gerne bei uns melden: service@reiner-naturgenuss.eu

Viele Grüße,

Verena Dittmann

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